Brandenburger Landfrauenverband e.V.

Von wegen „DIE DA OBEN!“

Von wegen „DIE DA OBEN!“

20190502_sal2

Gesprächskreis statt Podium, bodenständige Bürgerinnen statt Honoratioren, zurückhaltende Moderation der Einzelrunden und ein gutes Buffet dazu – das sind die Zutaten für eine gelungene politische Veranstaltung!

Auf Einladung der Brandenburger Landfrauen aus Potsdam-Mittelmark und Havelland trafen sich am Donnerstag, dem 2. Mai 2019 im Bürgerhaus Hohenstücken in Brandenburg/Havel die gleichstellungspolitischen Sprecherinnen von SPD (Ina Muhß), CDU (Kristy Augustin), Linke (Diana Bader) und Grüne/Bündnis 90 (Ursula Nonnemacher) zum Austausch mit ca. 25 Frauen aus verschiedenen Organisationen.

Ausgangspunkt waren Fragen zur gelebten Parität (in den Parteien), zum politischen Engagement – auch in Hinblick auf die anstehenden Wahlen – und die Herausforderungen im ländlichen Raum.

Sehr schnell kamen weitere Themenkomplexe in die (wechselnden) Runden: (fehlende) Mobilität und Infrastruktur, Energiewende, Digitalisierung, Abwanderung durch mangelnde Arbeitsplätze, Neubau statt Verdichtung selbst in von Abwanderung konfrontierten Orten, Ehrenamt und Überalterung.

Jede Politikerin stellte sich in einer eigenen, regelmäßig wechselnden Runde den Fragen und dem Erfahrungsaustausch. Begleitet wurden die Politikerinnen in den Runden durch Anja Faber und Sabine Albrecht (beide Brandenburger Landfrauenverband), Theresa Pauli (Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Potsdam-Mittelmark) und Ulrike Lahn (Arbeitslosenverband – Landesverband Brandenburg).

20190502_af-klein

Die Teilnehmerinnen aus Landfrauenvereinen, vom demokratischen Frauenbund, von Frauenschutzeinrichtungen aber auch rein privater Natur diskutierten intensiv die Gegebenheiten in ihren Orten und mögliche Lösungsansätze. Aber auch: Wieweit hat man selbst dazu beigetragen, dass es z.B. den lokalen Kaufmann nicht mehr gibt – weil der Discounter in der Kreisstadt Mehl, Wurst und Milch billiger anbietet. Und wie lässt sich jetzt was wieder ändern?!

Als Fazit blieb nicht nur das große Interesse an und die Begeisterung für eine solche Veranstaltung, mit Politikerinnen verschiedener Parteien „hautnah“ sprechen zu können und der Wunsch nach Wiederholung, sondern auch, dass jede/r dazu beitragen kann, das eigene Umfeld zu verbessern: durch politisches Engagement! Oder mit den Worten von Ina Muhß: In der Kommunalpolitik kann jede mitmachen, die gesunden Menschenverstand hat!